Josef Fruth (geb. 1910, gest. 1994)

 1910 Geboren in Fürsteneck, bei Passau.

1926-29  Studium an der Glasfachschule Zwiesel bei Professor Mauder, erkrankte jedoch schwer und musste das Studium abbrechen.

Fernunterricht vom Krankenlager aus und schließlich eine gründliche Atelierausdbildung bei Karl Alexander Flügel und Professor Edmund Steppes.

1932 Erste Ausstellung. Gedichte in “Einigkeit“, Mitarbeit in “Donauzeitung“, “Heimatglocken“, “Ostbairische Grenzmarken“

1933 Zeitschriftillustrationen; Zusammenarbeit mit Franz Schrönghamer-Heimdal, Verbindung zu “Vindelicia“

1944-45  Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft.

Ab 1947 Freischaffend Ausgestaltung von Schulen, Umweltschutz-Buch Illustrationen, Ausstellungen im In – und Ausland

1947 Mitglied des Berufverbandes Bildender Künstler.

1966 Mitglied des Bayerwaldkreises.

1970 Kulturpreis Bayerischer Waldverein.

Buchausgabe: “Über dem Urgrund der Wälder“

1971 Kulturpreis Ostbayern

1979 Kulturpreis des Bayer. Waldvereins

1979 Bundesverdienstkreuz

1980 Naturschutzmedaille

1981 Mitglied der “Accademia italia“

1990 Böhmerwälder - Kulturpreis der Stadt Passau

Nach dem Krieg fokussierte Fruth seinen Themenkreis auf die Menschen seiner Heimat in Arbeit und Feier: Urwüchsige Holzhauer, die Rauhnacht, das Wolfsaustreiben, die Dreschersuppen, der Bauernfasching wurden die Motive seiner Bilder. Aber auch das Ringen der Menschen mit einem unerbittlichen Schicksal oder den Naturgewalten, - oft geradezu heidnisch – dämonisch mythisiert – sind die Inhalte seines umfangreichen graphischen Werkes.

Kohle, Kreide, Tinte sowie Holz – und Linolschnitt, vor allem aber Hinterglasmalerei sind seine Techniken.

Als eindrucksvoller Mahner gegen Waldsterben und Umweltzerstörung war Fruth auch schriftstellerisch sehr kritisch engagiert. Dies ist die andere Seite in seinem Schaffen. (Quelle:Auszüge aus den Katalogen der Kunstsammlung Ostbayern im Spital Hengersberg).

1994 gestorben in Fürsteneck